CARA – Care About Ritual Abuse

Gemeinnütziger Verein, der auf christlichen Grundwerten basiert, politisch und konfessionell neutral arbeitet und sich durch Spenden finanziert. Der Verein CARA ist in allen deutschsprachigen Kantonen als gemeinnützig und steuerbefreit anerkannt.

Adresse

Verein CARA | CH-9050 Appenzell | Jakob-Signer-Strasse 12

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ORGANISIERTE RITUELLE

Realität oder Täuschung?

GEWALT

Donnerstag, 21. November 2019

von 19:00 bis 21:00 Uhr

Kulturzentrum Herisau

Zur Informationsveranstaltung des Vereins CARA  zum Thema
„Organisierte rituelle Gewalt - Realität oder Täuschung?"
am 21. November 2019 im Casino Herisau  

 

Mit Bestürzung und Verwunderung haben wir diesen Artikel von relinfo zur Kenntnis genommen, der in seiner Gesamtheit sowohl die Opfer organisierter und ritualisierter Gewaltverbrechen wie auch deren Unterstützende massiv diskreditiert.


Dem Autor scheinen die gesicherten fachlichen Kenntnisse und der aktuelle Forschungsstand zu dieser gesellschaftsweiten und globalen Problematik und Herausforderung offensichtlich entgangen zu sein.  Deshalb möchten wir Sie über die offiziellen Stellungnahmen der Fachstellen der deutschen Regierung zur Problematik Ritueller und organisierter Gewalt in Kenntnis setzen und
DARUM BITTEN DIESE BERICHTIGENDE DARSTELLUNG AUCH AUF IHRER WEBSEITE MITZUTEILEN - denn es nicht anzunehmen, dass diese Problematik sich an der deutsch-schweizerischen Grenze einfach in Nichts aufgelöst hat.  

 

AUS DEN EMPFEHLUNGEN AN POLITIK UND GESELLSCHAFT DES FACHKREISES »SEXUALISIERTE GEWALT IN ORGANISIERTEN UND RITUELLEN GEWALTSTRUKTUREN« BEIM BUNDESMINISTERIUM FÜR FAMILIE, SENIOREN, FRAUEN UND JUGEND

APRIL 2018 Strategien gegen sexualisierte Gewalt in organisierten und rituellen Gewaltstrukturen - eine Aufgabe für Politik und Gesellschaft Die komplexen Gewaltstrukturen und schweren Traumatisierungen der Betroffenen erfordern ein spezifisches, interdisziplinäres Vorgehen. Berichte Betroffener und professioneller Unterstützer_innen, aber auch eine nicht unerhebliche Zahl beim Fonds sexueller Missbrauch gestellter Anträge beschreiben eindringlich die Notlage: Für Menschen mit diesen Gewalterfahrungen ist es oft besonders schwer, Schutz und angemessene Unterstützung zu erhalten und gehört zu werden.  

 

Die Bund-Länder-NGO-Arbeitsgruppe hat 2016 sexualisierte Gewalt in organisierten und rituellen Gewaltstrukturen als einen ihrer Arbeitsschwerpunkte gesetzt. Es wurde ein externer Fachkreis eingerichtet, um Handlungsempfehlungen zu erarbeiten. Etwa 20 Expertinnen unterschiedlicher Professionen und Arbeitsfelder stellten ihre Fachkompetenz zur Verfügung und trugen federführend oder beratend zu der vorliegenden Expertise bei.  

 

1. DEFINITION: SEXUALISIERTE GEWALT IN ORGANISIERTEN UND RITUELLEN GEWALTSTRUKTUREN

In organisierten und rituellen Gewaltstrukturen wird die systematische Anwendung schwerer sexualisierter Gewalt (in Verbindung mit körperlicher und psychischer Gewalt) an Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen durch die Zusammenarbeit mehrerer Täter_innen bzw. Täter_innennetzwerke ermöglicht und ist häufig verbunden mit kommerzieller sexueller Ausbeutung (Zwangsprostitution, Handel mit Kindern, Kinder-/Gewaltpornografie). Dient eine Ideologie zur Begründung oder Rechtfertigung der Gewalt, wird dies als rituelle Gewaltstruktur bezeichnet. In manchen Strukturen sind Familien generationenübergreifend eingebunden. Es erfolgt eine frühkindliche Bindung an Täter_innen, Gruppe und Ideologie. Hinzu kommt ein Schweigegebot. Aussteigende werden unter Druck gesetzt, erpresst und verfolgt. Organisierte und rituelle Gewaltstrukturen können eine umfassende Kontrolle und Ausbeutung von Menschen durch Mind-Control-Methoden beinhalten. Die planmäßig wiederholte Anwendung schwerer Gewalt erzwingt spezifische Dissoziation bzw. eine gezielte Aufspaltung der kindlichen Persönlichkeit.  

 

Für Menschen mit diesen Erfahrungen ist es besonders schwer, Schutz und angemessene Unterstützung zu erhalten.  

 

Aus dem STATEMENT VON JULI 2018 DES BETROFFENENRATES BEIM UBSKM ZUM UMGANG MIT RITUELLER GEWALT: DIE UNENDLICHE GESCHICHTE: RITUELLE GEWALT UND DIE UNFÄHIGKEIT, DEN BETROFFENEN ZU GLAUBEN

Seit mehr als zwanzig Jahren existiert ein Narrativ zu Ritueller Gewalt, das eine wissenschaftliche Beschäftigung mit dieser Form von Gewalt unnötig verzögert und adäquate Hilfen für Betroffene erschwert: Seitdem Menschen von ihren Erfahrungen Ritueller Gewalt berichten, behaupten andere, diese Erfahrungen seien unwahr. Behauptungen, Rituelle Gewalt existiere nicht, verbreiten sich nicht zufällig immer wieder. Heute kann die False-Memory-Syndrome-Bewegung nicht mehr leugnen, dass sexualisierte Gewalt gegen Kinder eine häufig auftretende Gewaltform ist, die schwerwiegende Folgen für das spätere Leben dieser Kinder bedeuten kann. Stattdessen nutzt sie ihre personellen und zeitlichen Ressourcen, um mit Einzelthemen auf die Öffentlichkeit Einfluss zu nehmen.

 

Aufgrund der mit bundesweiter Forschung belegten Ergebnissen startete am 3. Mai 2019 ein neues Beratungsangebot für Betroffene organisierter sexualisierter und ritueller Gewalt beim „Hilfetelefon Sexueller Missbrauch" «BERTA» (TEL. 0800 3050750)

 

DIE ERSTE BUNDESWEITE, KOSTENFREIE UND ANONYME ANLAUFSTELLE FÜR BETROFFENE VON ORGANISIERTER SEXUALISIERTER UND RITUELLER GEWALT. „berta" bietet Menschen Entlastung, Beratung und Unterstützung beim Ausstieg aus organisierten sexualisierten und rituellen Gewaltstrukturen und unterstützt darüber hinaus alle, die sich um jemanden sorgen, einen Verdacht haben oder Informationen zum Thema suchen. „berta" ist Teil des „Hilfetelefon Sexueller Missbrauch", dem telefonischen Unterstützungsangebot des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) unter der fachlichen Leitung von N.I.N.A. e. V. (Nationale Infoline, Netzwerk und Anlaufstelle zu sexueller Gewalt an Mädchen und Jungen).  

Zu den zitierten Originaldokumenten des Bundesfamilienministeriums fügen wir Ihnen noch Stellungnahmen von Expert_Innen zur False-Memory-Bewegung bei.  

 

Für eine Antwort und sachliche Richtigstellung wären wir sehr dankbar.  

Mit freundlichen Grüßen  Dr. K. Schön

Schriftführerin des Vorstandes von netzwerkB e.V.

Empfehlungen an Politik und Gesellschaft (PDF)

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»Für die Psychologin bestätigen die ersten Ergebnisse, dass die Übergänge fliessend sind zwischen Täternetzwerken, die Menschen kommerziell sexuell ausbeuten, etwa für Prostitution, und solchen, die zusätzlich Ideologien zur Rechtfertigung nutzen. 

Der Beginn war immer im Kindesalter, bei einem sehr großen Teil im frühen Kindesalter, das heißt um die drei Jahre. Und die Dauer der Gewalt war lange, also oft bis ins Erwachsenenalter hinein, was sich auch mit der klinischen Erfahrung deckt – also Betroffene haben sehr viel Mühe, aus diesen Kontexten rauszukommen. Oft hält die Gewalt noch an, auch wenn sie Behandlung aufsuchen oder sich in Beratung begeben, sind sie oft noch nicht raus.«

Quelle: Deutschlandfunk, Zwischen Angst und Aufarbeitung, Mai.2018

 

Kinder die traumatische Gewalt erleben, spalten sich in ihrer Persönlichkeit, sie dissozieren. Ein Überlastungsschutz, der dem Menschen zur Verfügung steht, um bei einer Traumatisierungen das Überleben zu ermöglichen:

In früh und wiederholt erlebten traumatischen Situationen ermöglicht Dissoziation das Überleben durch die Ausbildung von getrennten Bewusstseinsstrukturen der noch unreifen Persönlichkeit. Die so entstehenden Strukturen können wie eigenständige Persönlichkeiten erscheinen und handeln. Daraus kann sich eine Dissoziative Identitätsstruktur mit einem inneren System von mehr oder weniger getrennten Persönlichkeiten/Persönlichkeitsanteilen entwickeln. Da die Struktur als Überlebensmechanismus ausgebildet wurde, bleibt sie (wie jede länger bestehende Traumasymptomatik) ohne Schutz und angemessene Unterstützung auch im jugendlichen und Erwachsenenalter bestehen. Klinisch wird dies unter Dissoziative Störungen bzw. Dissoziative Identitätsstörung gefasst.

Quelle: Fachkreis »Sexualisierte Gewalt in organisierten und rituellen Gewaltstrukturen«

»Rituelle und organisierte sexuelle Gewalt gerät immer mehr ins Blickfeld der Politik. Aber der Kampf dagegen ist schwierig: Den Betroffenen wird oft nicht geglaubt und die Ermittlungserfolge der Polizei sind bescheiden.«

Das Rituelle Gewalt auch das Unvorstellbare überschreitet zeigt die Aussage eines Opfers das in einen Satanskult hinein geboren wurde:

»Das fängt an, dass man als Kind auf einen Altar gelegt wird und man erst sozusagen vom Hohepriester vergewaltigt wird und anschließend dürfen alle anderen Männer, die drum herum stehen, über einen herfallen ...«

Link: Deutschlandfunk, Zwischen Angst und Aufarbeitung, Mai.2018

Christliche Werte verpflichten uns als Kollektiv das Schweigen zu brechen, denn nach dem Willen unseres Gottes sollen Menschen nicht verkommen in der Prostitution und in der Kriminalität, sie sollen nicht zu psychiatrischen Dauerpatienten werden oder im Suizid enden. Auch wenn das Schweigen die stärkste Waffe der Täter ist, so kommen immer mehr Opfer mit der Wahrheit ans Licht. Darum braucht es Menschen, die mutig reden für die, die in Finsternis und Schweigen gefangen sind und keine Lobby haben, denn die Opfer sind Kinder.            

Ruth Mauz, Theologin, Präsidentin Verein CARA

 

Der Verein CARA verfolgt folgende Ziele:

  • Aufklärung und Sensibilisierung der Öffentlichkeit für diese tabuisierten kriminellen Machenschaften
     

  • Vernetzung, d.h. multidisziplinäre Zusammenarbeit von Fachleuten (Therapie, Justiz, Sozialarbeit, Politik usw.)
     

  • Bereitstellung von Infomaterial
     

  • Information durch den von CARA produzierten Dokumentarfilm «ParallelWELTEN – Abgründe Ritueller Gewalt»

 

Der Verein CARA hat einen aufrüttelnden Dokumentarfilm produziert.


Drei Frauen, Opfer Ritueller Gewalt, haben als Kinder diese Hölle am eigenen Leib erfahren und wagen es heute als Zeuginnen des Ungeheuerlichen darüber zu sprechen. Zwei von Ihnen besuchen den Tatort von damals, ein drittes Opfer spricht über die Folgeschäden von immer neu erfahrener Gewalt: Dissoziative Identitätsstörung.

 

Ein Traumatherapeut und Supervisor, der sich seit Jahren um Opfer Ritueller Gewalt bemüht, berichtet über schockierende Enthüllungen seiner Patienten und über seine Erfahrungen mit dieser geheimen Realität.

 

Pfarrerin Ruth Mauz erzählt, wie sie selbst anfänglich mit Erschrecken und Unglauben reagierte, als sie mit dieser finsteren Parallelwelt in unserer heutigen Gesellschaft konfrontiert wurde. 

 

Ein Vertreter der Polizei erläutert das Verfahren bei Delikten Ritueller Gewalt.

 

Dieser Film kann nicht gekauft oder ausgeliehen werden. Er wird ausschliesslich an öffentlichen Informationsveranstaltungen gezeigt. Er ist Teil eines Programms, in dem Fachpersonen und Überlebende zu Wort kommen und sich den Fragen des Publikums stellen.

 

Die Filmveranstaltungen dienen der Sensibilisierung für eine geheime und kriminelle Realität mitten in unserer Gesellschaft und bieten die Möglichkeit sich zu informieren, Fragen zu stellen und sich auszutauschen.

 

Auf Einladung führt der Verein CARA auch spezielle Veranstaltung für interessierte Kreise durch.