Interessenvereinigung zur Aufklärung und Vernetzung gegen rituellen Missbrauch und organisierte Gewalt 

Anmeldung

Vielen Dank für die Anmeldung, gerne bestätigen wir diese per Mail.

 AUSGEBUCHT! 

 

Organisierte, sexualisierte und/oder Rituelle Gewalt erkennen, verstehen und handeln im Beratungsalltag

Leitung

  • Fabiola Pfäffli, Geschäftsführerin Verein CARA

Referentin

  • Sabine Weber
    - Leiterin Ausstiegsberatung THZM,
       Traumahilfezentrum München
    - Mitarbeiterin «berta»-Hilfetelefon
    - Vorstand Auszeithaus AKZ Allgäu

Sabine Weber schreibt:

«Rituelle Gewalt hört nicht auf, nur weil die Gesellschaft es nicht glauben möchte, wer möchte schon glauben, dass das kleine nette Mädchen an der Bushaltestelle am Abend zuvor grausame Gewalt erlebt hat.

 

Es ist mir sehr wichtig, das Schweigen zu durchbrechen. Solange es immer noch mehr Täter als AussteigerInnen und HelferInnen  gibt, solange werden diese Grausamkeiten weitergehen.»

Tagesseminar Flyer

Veranstaltungsflyer

Samstag, 20. August 2022

09:00 - 16:00 Uhr

Kosten

CHF 130.--, inkl. Kaffee und Mittagsimbiss

Anmeldung bis 08. August 2022

Nach Einzahlung der Seminargebühr teilen wir Ihnen mit der Bestätigung den genauen Veranstaltungsort mit.

Bank:

Raiffeisenbank Wasserschloss
5412 Gebenstorf

IBAN: CH35 8069 0000 0048 9427 1 

BIC/Swift Code: RAIFCH22690

Zum Seminar:

Staufen, Lügde, Bergisch-Gladbach, Münster – spätestens seit diesen Fällen zweifelt (hoffentlich) niemand mehr daran, dass es organisierte sexualisierte und/oder rituelle Gewalt gibt. Kinder, die schon von Geburt oder frühester Kindheit an der Verfügungsgewalt von Kulten und ähnlichen Gruppierungen ausgesetzt sind.

Kinder, die oft Jahrzehnte lang gequält, misshandelt, gefoltert, sexuell missbraucht und weiterverkauft wurden. Kinder, die unter grausamsten Bedingungen und unter Todesangst gelernt haben ekelhafte, schmerzhafte, perverse und erniedrigende Wünsche von Kunden zu bedienen. Kinder, die durch frühzeitige Trainingsprogramme Funktionalität, absoluten Gehorsam und totale Geheimhaltung lernen.

Kinder, bei denen oftmals schon von Geburt an absichtlich eine Dissoziative Identitätsstruktur mit voneinander abgespaltenen Persönlichkeitsanteilen erzeugt wird. Kinder, deren körperliche Verletzungen niemand sehen will bzw. „gut erklärt werden“; die seelischen sowieso. Kinder, die im normalen Alltag nicht auffallen, weder in Kindergarten noch in der Schule. Wenn diese Kinder es schaffen erwachsen zu werden, erscheint ihnen oft der Ausstieg und die Vorstellung eines Lebens außerhalb des Kultes, der Gruppierung verboten und vollkommen unmöglich. Sie werden dann zu Erwachsenen, die mit den unterschiedlichsten Symptomen in Ihrer Praxis oder Ihrer Beratungsstelle erscheinen.

 

In diesem Seminar möchten wir uns gemeinsam den Herausforderungen in der Beratung, Begleitung und Therapie stellen. Bitte bringen Sie gerne konkrete Fallbeispiele mit, an denen wir Beratungssituationen darstellen können.

«...denn ich will Wasser in der Wüste und Ströme in der Einöde geben...» (Jesaia 43.20b)

Eine Oase bietet Lebens- und Erholungsraum, spendet Wasser und ist ein Ort der Begegnung und Erfrischung. 
In diesem Sinne bieten wir regelmässig den sogenannten Oase-Treff an, um gemeinsam Zeit miteinander zu verbringen. Mit Berichten, Liedern, Gesprächen und einem feinen Imbiss wird der Treff bereichert und soll nebst ermutigender Gemeinschaft dazu beitragen, dass wir gestärkt in den Alltag zurückkehren.

Insbesondere Betroffene, aber auch ihre Partner/Partnerinnen, Begleitpersonen und CARA-Freunde/Freundinnen sind ganz herzlich dazu eingeladen. 

Wir freuen uns sehr auf Dich und auf eine erfrischende Gemeinschaft.
Dein Oaseteam

CARA Vertiefungsseminar

Menschenhandel

Feedbacks

Echos zu interner Weiterbildung in einem Zentrum für psychiatrische Spitex vom September 2021:

 

  • Alles sehr interessante Inhalte, war gut angepasst, auch genügend Zeit für Fragen

 

  • Grosse Kompetenz der Referentinnen

 

  • Fachlicher Input, trotz wenig Zeit sehr breit und gut verständlich, weiter so! Danke tolles Engagement

Echos zur Vernissage vom September 2021:

  • Sehr interessante Veranstaltung mit den beeindruckenden Statements von Betroffenen, AktivistInnen und Fachleuten. (Juristin)

  • Ich bedanke mich herzlich für diesen Anlass. Die Vernissage habe ich als unglaublich schön erlebt. (Betroffene)

Stimmen zum Tagesseminar vom Nov. 2021:

 

  • Ich bin absolut zufrieden mit dem Seminar. Ich habe einen guten fachlichen Einblick in die Thematik bekommen und den Unterschied zwischen ritueller Ausbeutung und anderen Ausbeutungen verstanden. (Sozialarbeiterin Beratungsstelle)

  • Kleine Runde – schöner Ort – feines Essen – nette Menschen – gut aufgebautes Seminar. (Teilnehmerin)

  • Das Seminar erlebte ich sehr positiv. Frau Weber ist sehr authentisch und ihre Art ihr Anliegen und ihr Wissen zu vermitteln sehr angenehm. (Berufsbeiständin)

  • Das Einbeziehen der Teilnehmenden in der Gruppenarbeit und im Plenum war sehr wertvoll. Dieses Arbeiten in einer gemischten Gruppe von Fachleuten, Begleitern und Betroffenen war eine sehr gute Erfahrung, ein Ernstnehmen des anderen und verschiedene Perspektiven konnten so zum Austausch kommen oder regten zum Nachdenken an. (Teilnehmerin)

  • Gut vermittelt, spannend, gute Abwechslung in den Ablauf gebracht, „ein Herz auf zwei Beinen“. (Teilnehmerin)

Stimmen zum Infoabend vom Juni 2021:

 

  • Ich war mit dem Inhalt des Infoabends sehr zufrieden. Trotz aller Schwere der Thematik wurde der Inhalt „leicht“ vermittelt. (Teilnehmerin)

  • Der Inhalt wurde sehr gut, sachlich, informativ, professionell vermittelt. (Teilnehmerin)

  • Die Referenten sprachen sehr kompetent & informativ. (Teilnehmer)

 



Stimmen zum Tagesseminar vom Juni 2021:

 

  • Dank für dieses super Tagesseminar. Ich finde es sehr wichtig, dass man über dieses Thema spricht, da die Gesellschaft darüber noch nicht viel weiss und das mitten unter uns geschieht. (Sozialarbeiterin Sozialamt)

  • Guter Mix aus Referenten und Betroffenen. Der Mut der Betroffenen hat mich tief bewegt. (Teilnehmerin)

  • Ich bin sehr zufrieden mit dem Programm des Seminars. Die Breite der Inputs, d.h. die Erfahrung aus verschiedenen Perspektiven (Forschung, Ermittlung, Begleitung, Betroffene, Anwaltschaft fürs Thema) und Dokumentation, alles top! (Sozialarbeiterin)

MEDIENMITTEILUNG, Worb/Bern, Mai 2022

Sklaverei breitet sich in der Schweiz aus

Laut der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sind weltweit rund 40 Millionen Menschen versklavt. Jedes Jahr werden etwa 2,5 Millionen Menschen neu Opfer von Menschenhandel – Hunderte davon auch in der Schweiz. Der Konflikt in der Ukraine verschärft die Situation weiter. Nebst der bekannten sexuellen Ausbeutung treten vermehrt Fälle von Menschenhandel in anderen Bereichen der Arbeit auf. Eine Verurteilung durch das Genfer Strafgericht im April 2020 in einem Fall von Ausbeutung der Arbeitskraft ist eine der wenigen, die bislang ausgesprochen wurden.


Sklaverei in der Schweiz – undenkbar, könnte man meinen. Die Realität sieht leider anders aus, wie einige Schlagzeilen der vergangenen Monate belegen: «Menschenhandel mit Putzfrauen» oder «Die Hölle von Gstaad» lauteten die Überschriften, weil 40 Frauen ausgebeutet wurden. «Verdacht auf Ausbeutung» lautete der Titel, als die Polizei bei einer Razzia zwei Gastro-Betreiber verhafteten. Und «Menschenhandel findet nicht nur in der Prostitution statt» lautete der Titel auf einem
Nachrichtenportal. Kein Wunder, will der Bund die Arbeitsinspektoren stärker für den Menschenhandel sensibilisieren. Die Zahl der von Sklaverei und Ausbeutung betroffenen nimmt
jährlich zu. Die tatsächliche Zahl der Opfer und Täter in der Schweiz ist zwar aufgrund der hohen Dunkelziffer nicht bekannt. Aber immer mehr Menschen werden in privaten Haushalten, in Putzinstituten, im Gastgewerbe, im Bausektor und in der Landwirtschaft ausgebeutet oder als Bettler und von Einbrecherbanden instrumentalisiert. Selbst in Asylunterkünften finden sich Opfer.


Menschenhandel nach der Flucht
Der anhaltende Konflikt in der Ukraine hat die Situation noch verschärft: Das Bundesamt für Flüchtlinge (SEM) warnt wegen dem Ukraine-Krieg vor Menschenhandel bei Flüchtlingen. Vor allem während der Flucht und in der Zeit nach der Ankunft in den Aufnahmeländern sind Frauen gefährdet, Opfer von Menschenhandel zu werden. Neben einem Verbot und der Verfolgung von Menschenhandel müssen Aufnahmeländer aktiv werden, um flüchtende Frauen zu schützen. Derzeit versuchen verschiedene Organisationen, aus der Ukraine geflüchtete Frauen über ihre Möglichkeiten und Ansprüche zu informieren und zu verdeutlichen, dass sie für Hilfeleistungen niemandem etwas schuldig sind. Der einfache Zugang zu Informationen und deren mehrmalige Wiederholung ist während der teils traumatisierenden Situation der Flucht besonders wichtig.


Grosskundgebung auf dem Bundesplatz
Angesichts der unbefriedigenden Situation haben sich zehn Organisationen entschlossen, gemeinsam eine breit angelegte Kampagne für den Kampf gegen Menschenhandel durchführen. Ziel ist es, Schweizerinnen und Schweizer über die Lage zu informieren, sie für die Problematik zu sensibilisieren und aufzuzeigen, wie sie sich für den Kampf gegen den Menschenhandel engagieren können. Denn nicht nur die Opfer, sondern auch Täter leben mitten unter uns. Als Höhepunkt der Kampagne findet am Samstag, 24. September 2022, eine öffentliche Grosskundgebung auf dem Bundesplatz in Bern statt.

Geschichte der Sklaverei

Bis heute wird mit Menschen gehandelt. Nur die Art und Weise ist anders geworden. Die Behandlungvon Menschen als Eigentum oder Handelsware beginnt bereits in den frühesten Hochkulturen der Menschheit. Im Verlauf der Geschichte ist die Sklaverei besonders im antiken Griechenland und Romausgeprägt. Im europäischen Mittelalter wurde der Umgang mit der Sklaverei zur Gewohnheit. Erst mit dem Siegeszug des Christentums, dessen Lehre es Christen verbot, andere Christen zu erwerben oder zu verkaufen, verschwand die Sklaverei allmählich aus Mitteleuropa. Sie verschob sich jedoch stärker in die Seerepubliken des Mittelmeerraumes. Durch die Ausbreitung des Seehandels und der Gründung europäischer Kolonien wurden Millionen afrikanischer Sklaven importiert. Vom ausgehenden 18. Jahrhundert an wurden Sklavenhandel und Sklaverei weltweit allmählich per Gesetz abgeschafft. Seit 1948 verbietet Artikel 4 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, dass Menschen in Sklaverei oder Leibeigenschaft gehalten werden. Trotzdem gibt es auch im 21. Jahrhundert moderne Formen der Sklaverei.


Weitere Informationen:
Markus Baumgartner, Mediensprecher Kampagne gegen Menschenhandel
Mobil +41 79 707 89 21 – E-Mail info@gegen-menschenhandel.ch
Internet: www.gegen-menschenhandel.ch

CARA – Care About Ritual Abuse

Gemeinnütziger Verein, der auf christlichen Grundwerten basiert, politisch und konfessionell neutral arbeitet und sich durch Spenden finanziert. Der Verein CARA ist in allen deutschsprachigen Kantonen als gemeinnützig und steuerbefreit anerkannt.

Adresse

Verein CARA  |  CH-8605 Gutenswil  |  Tomenrain 20

www.verein-cara.ch  |  info@verein-cara.ch

Impressum & Datenschutzerklärung
 

© 2020 by Verein CARA - Sajetta Team GmbH

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

Vielen Dank für das Abonnement!