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Interessenvereinigung zur Aufklärung und Vernetzung 

gegen organisierte sexualisierte und rituelle Gewalt

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Digitale Gewalt - Kinderopfer per Mausklick

Aktualisiert: 20. Dez. 2023

Auszug aus dem IWF*-Newsletter vom 25.10.2023 ins Deutsche übersetzt: Schlimmste Albträume werden wahr, wenn Kinderschänder mit wenigen Mausklicks weitere KI-generierte Bilder von Kindern, die bereits Opfer von sexuellen Missbrauchs sind, erstellen können. Im Internet wurden Tausende von künstlicher Intelligenz (KI) generierte Bilder entdeckt, auf denen Kinder, einige unter 2 Jahren, den schlimmsten Formen des sexuellen Missbrauchs ausgesetzt sind.




Heute (25. Oktober) haben wir neue Daten veröffentlicht, aus denen hervorgeht, dass die meisten von unseren Analysten identifizierten KI-Bilder von sexuellem Kindesmissbrauch inzwischen realistisch genug sind, um nach britischem Recht als echte Bilder behandelt zu werden.

Unsere Studie konzentrierte sich auf ein einziges Dark-Web-Forum, auf dem Bilder von sexuellem Kindesmissbrauch konsumiert und ausgetauscht wurden und fand im Laufe eines einzigen Monats:


  • 11'108 KI-Bilder, die in einem Dark-Web-Forum zum Thema Kindesmissbrauch verbreitet wurden.


  • Davon wurden 2'978 als Bilder bestätigt, die gegen das britische Recht verstoßen, d. h. sie zeigten sexuellen Missbrauch von Kindern.


  • Von diesen Bildern waren 2'562 so realistisch, dass sie nach dem Gesetz genauso behandelt werden müssten, als wären es echte Missbrauchsbilder.


  • Mehr als ein Fünftel dieser Bilder (564) wurde als Kategorie A eingestuft, die schwerste Art von Bildern, die Vergewaltigung, sexuelle Folter und Bestialität darstellen können.


  • Mehr als die Hälfte (1'372) dieser Bilder zeigten Kinder im Grundschulalter (7 bis 10 Jahre).


  • Darüber hinaus waren auf 143 Bildern Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren und auf zwei Bildern Säuglinge (unter 2 Jahren) abgebildet.


Für uns als «International Watch Foundation», eine Organisation, die für das Aufspüren und Entfernen von Bildern von sexuellem Kindesmissbrauch im Internet zuständig ist, sind «schlimmste Albträume» wahr geworden. Kriminelle nutzen das Bildmaterial von echten Opfern um mit Hilfe von KI neue sexuelle Missbrauchshandlungen an ihnen darzustellen.

Diese neue Technologie wird auch dazu missbraucht, Kinder, deren Bilder aus legitimen Gründen online hochgeladen wurden, zu "entkleiden".

Darüber hinaus wurden Missbrauchsbilder von Prominenten gesichtet und Bilder, die sexuelle Missbrauchsszenarien an Kindern, die Berühmtheiten ähneln, darstellen. Wir beobachten, dass diese Art von Bildern auch kommerziell genutzt wird.

Susie Hargreaves OBE, Geschäftsführerin der IWF, fordert eine internationale Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der von der KI ausgehenden Gefahren:


"Unsere schlimmsten Albträume sind wahr geworden, denn Anfang dieses Jahres haben wir davor gewarnt, dass KI-Bilder bald nicht mehr von echten Bildern von Kindern, die sexuell missbraucht werden, zu unterscheiden sind und dass diese Bilder in immer größerer Zahl auftauchen könnten. Diesen Punkt haben wir nun bereits überschritten."

Sie sagt weiter: "Internationale Zusammenarbeit ist unerlässlich. Es handelt sich um ein dringendes Problem, das jetzt angegangen werden muss. Wenn wir diese Bedrohung nicht in den Griff bekommen, droht das Material das Internet zu überschwemmen."

Die Text-zu-Bild-Technologie steckt noch in den Kinderschuhen. Sie wird sich weiter entwickeln und damit ein grosses Hindernis für den IWF und die Strafverfolgungsbehörden sein. Die IWF befürchtet, dass eine Flut von real wirkendem KI-Material über sexuellen Kindesmissbrauch die Ressourcen davon ablenken könnte, echten Missbrauch aufzudecken und zu entfernen. In einigen Fällen könnten Gelegenheiten verpasst werden, echte Kinder zu identifizieren und zu schützen, wenn die Zeit der Analysten damit verbracht wird, tausende von Bildern künstlicher Kinder zu untersuchen.



(*International Watch Foundation – Stiftung zur Bekämpfung von sexuellem Kindsmissbrauch im Internet)


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